Copa Libertador – Ein Land in Trauer – Einfuehrung in die Argentinische Mentalitaet
Am Mittwoch 21.50 Ortszeit war es soweit. Das Halbfinale Rueckspiel zwischen Boca Juniors (ARG) und Fluminense (BRA) konnte beginnen. Nachdem 80.000 Fans den brasilianischen Hexenkessel mit ihren Bengalischen Feuern zum gluehen brachten & dichte Rauchschwaden nichts erkennen liesen wurde das Spiel etwas verzoegert.
Nach einem guten Start von Boca hoerst man nur noch die wenigen Stimmen der angereisten Boca Fans, die brasilianischen Fans verstummten zunehmend.
Normalerweise waere ich zu diesem Zeitpunkt noch auf der UNI gewesen aber aufgrund des grossen Spiels konnten wir schon eineinhalb Stunden frueher gehn um uns auf das Spiel einzustimmen. Niemand blieb laenger als bis 21.00 auf der UNI um noch rechtzeitig nach Hause zu kommen.
Die Strassen waren leergefegt & alles versammelte sich vor dem Fernseher zuhause oder in einer Bar um die Ecke. Ein Land wird zum Stillstand gebracht aber nicht durch die vielen Streiks, die unzaehligen Demonstrationen oder der vielen politischen & wirtschaftlichen Problemen sondern durch ein einfaches Spiel ihrer Lieblingsmannschaft der 50% der Bevoelkerung angehoeren.
Nachdem das Hinspiel in Buenos Aires in der Bonbonera – der Pralinenschachtel 2:2 ausgegangen war musst Boca gewinnen & es schaute vorerst auch danach aus.
Nach einer guten ersten Haelfte schoss Palermo Mr. Hollywood wie er auch genant wird das 0:1 fuer Boca. Das Land lebte auf. Viele Steine waren zu hoeren die in diesem Moment von den Herzen der Argentiniern zu fallen schien. Nur wenig spaeter aber gelang den Brasilianern der unverdiente Ausgleich & schliesslich von das 2:1 bzw. 3:1 kurz vor Schluss nachdem Boca alles nach vorne geworfen hatte.
Heute war die Stimmung im ganzen Land sehr getruebt. Vor allem hier bei Volkswagen waren am Anfang viele truebe Gesichter zu sehn. Nach kurzem hellte sich aber alles wieder auf da man sagt: Naja dann gewinnen wir halt naechstes Jahr wieder... irgendwann muessen es die anderen auch einmal schaffen.
Inzwischen streiken auch wieder die ganzen Bauern & nach mehr als 3 Monaten Streik & intensiven Verhandlungen mit der Regierung ist man immer noch weit von einer Loesung entfernt. Man lebt von einem Tag auf den anderen & das was Uebermorgen passiert ist schon so weit weg dass daran gar nicht gedacht wird. Wir kuemmern uns um die Probleme von Morgen aber nicht um die Probleme von Uebermorgen oder naechster Woche. Ist es die Kurzsichtigkeit dieser Mentaliaet & Menschen oder einfach nur die Verdrossenheit & der Fakt dass alle muede sind von der Politik die in diesem Land herrscht dass man sich keine Gedanken mehr machen will wie es weitergeht.
Vor ein paar Tagen hat die National Bank stark interviniert um den Dollar Wechselkurs zu senken da man eine positive Stimmung verbreiten will nachdem man sich schlechte Auswirkungen der vielen Streiks in den kommenden Monaten erwartet.
Man Leben hier verlaeuft zusehends ruhiger da ich mich inzwischen schon an die vielen Eigenheiten & Vorkommnisse langsam gwoehne. Auch wenn ich noch oft verduzt stehnbleibe muss um zu reflektieren was hier machnmal gerade passiert & was man passieren laesst ohne darauf zu reagieren. Meine Schock-oder Hemmschwelle fuer bestimmte Ereignisse sinkt mit jedem Tag auch wenn ich versuche jedes kleine Ereigniss aufzusaugen & zu verstehn oder zumindest zu hinterfragen.
Das Land & die Menschen haben hier eine unorthodoxe Vorstellung von Indiviualiatet & Gemeinschaft. Auf der einen Seite versuchen sich alle als Individuum hervorzuheben. Sobald man sich jedoch von anderen abgrenzt oder unterscheidet steht man zwar im Mittelpunkt wird aber auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt & einem wird unfreiwillig klargemacht dass man niemand besonderer ist solange man niemand besonderer ist. Solange man seinen Status nicht unter Beweis gestellt hat oder diesen entwickelt darf oder sollte man sich auch nicht von der Masse abheben sondern versuchen so wenig wie moeglich aufzufallen.
Allein meine Camisas Austriacas „Oesterreichischen Hemden“ & mein Oesterreich Bonus unterscheiden mich hier an meiner Arbeitsstaette von den anderen. Der Europaeische Weg ist hier ein zwar gern gesehener aber auch eigener Weg den viele nicht nachvollziehen koennen oder wollen. Jedoch sollte man auch wenn man sich anpasst nicht seinen Ursprung vergessen sondern sich daraus einen Vorteil basteln & sich damit den Uniquat Stempel aufsetzen.
Die Ansichten von zwei Kulturen vermischen sich hier ohne dass auf eine verzichtet noch vergessen wird.
Nach einem guten Start von Boca hoerst man nur noch die wenigen Stimmen der angereisten Boca Fans, die brasilianischen Fans verstummten zunehmend.
Normalerweise waere ich zu diesem Zeitpunkt noch auf der UNI gewesen aber aufgrund des grossen Spiels konnten wir schon eineinhalb Stunden frueher gehn um uns auf das Spiel einzustimmen. Niemand blieb laenger als bis 21.00 auf der UNI um noch rechtzeitig nach Hause zu kommen.
Die Strassen waren leergefegt & alles versammelte sich vor dem Fernseher zuhause oder in einer Bar um die Ecke. Ein Land wird zum Stillstand gebracht aber nicht durch die vielen Streiks, die unzaehligen Demonstrationen oder der vielen politischen & wirtschaftlichen Problemen sondern durch ein einfaches Spiel ihrer Lieblingsmannschaft der 50% der Bevoelkerung angehoeren.
Nachdem das Hinspiel in Buenos Aires in der Bonbonera – der Pralinenschachtel 2:2 ausgegangen war musst Boca gewinnen & es schaute vorerst auch danach aus.
Nach einer guten ersten Haelfte schoss Palermo Mr. Hollywood wie er auch genant wird das 0:1 fuer Boca. Das Land lebte auf. Viele Steine waren zu hoeren die in diesem Moment von den Herzen der Argentiniern zu fallen schien. Nur wenig spaeter aber gelang den Brasilianern der unverdiente Ausgleich & schliesslich von das 2:1 bzw. 3:1 kurz vor Schluss nachdem Boca alles nach vorne geworfen hatte.
Heute war die Stimmung im ganzen Land sehr getruebt. Vor allem hier bei Volkswagen waren am Anfang viele truebe Gesichter zu sehn. Nach kurzem hellte sich aber alles wieder auf da man sagt: Naja dann gewinnen wir halt naechstes Jahr wieder... irgendwann muessen es die anderen auch einmal schaffen.
Inzwischen streiken auch wieder die ganzen Bauern & nach mehr als 3 Monaten Streik & intensiven Verhandlungen mit der Regierung ist man immer noch weit von einer Loesung entfernt. Man lebt von einem Tag auf den anderen & das was Uebermorgen passiert ist schon so weit weg dass daran gar nicht gedacht wird. Wir kuemmern uns um die Probleme von Morgen aber nicht um die Probleme von Uebermorgen oder naechster Woche. Ist es die Kurzsichtigkeit dieser Mentaliaet & Menschen oder einfach nur die Verdrossenheit & der Fakt dass alle muede sind von der Politik die in diesem Land herrscht dass man sich keine Gedanken mehr machen will wie es weitergeht.
Vor ein paar Tagen hat die National Bank stark interviniert um den Dollar Wechselkurs zu senken da man eine positive Stimmung verbreiten will nachdem man sich schlechte Auswirkungen der vielen Streiks in den kommenden Monaten erwartet.
Man Leben hier verlaeuft zusehends ruhiger da ich mich inzwischen schon an die vielen Eigenheiten & Vorkommnisse langsam gwoehne. Auch wenn ich noch oft verduzt stehnbleibe muss um zu reflektieren was hier machnmal gerade passiert & was man passieren laesst ohne darauf zu reagieren. Meine Schock-oder Hemmschwelle fuer bestimmte Ereignisse sinkt mit jedem Tag auch wenn ich versuche jedes kleine Ereigniss aufzusaugen & zu verstehn oder zumindest zu hinterfragen.
Das Land & die Menschen haben hier eine unorthodoxe Vorstellung von Indiviualiatet & Gemeinschaft. Auf der einen Seite versuchen sich alle als Individuum hervorzuheben. Sobald man sich jedoch von anderen abgrenzt oder unterscheidet steht man zwar im Mittelpunkt wird aber auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt & einem wird unfreiwillig klargemacht dass man niemand besonderer ist solange man niemand besonderer ist. Solange man seinen Status nicht unter Beweis gestellt hat oder diesen entwickelt darf oder sollte man sich auch nicht von der Masse abheben sondern versuchen so wenig wie moeglich aufzufallen.
Allein meine Camisas Austriacas „Oesterreichischen Hemden“ & mein Oesterreich Bonus unterscheiden mich hier an meiner Arbeitsstaette von den anderen. Der Europaeische Weg ist hier ein zwar gern gesehener aber auch eigener Weg den viele nicht nachvollziehen koennen oder wollen. Jedoch sollte man auch wenn man sich anpasst nicht seinen Ursprung vergessen sondern sich daraus einen Vorteil basteln & sich damit den Uniquat Stempel aufsetzen.
Die Ansichten von zwei Kulturen vermischen sich hier ohne dass auf eine verzichtet noch vergessen wird.
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